Mittwoch, 13. April 2011

OPHELIA, AGAIN

Als wir uns vor ziemlich genau 13 Jahren aufmachten, um Lars von Trier in Dänemark zu besuchen - die Geburtsstunde von Revolver - hatten wir auch ein Geschenk im Gepäck: einen dicken Ausstellungskatalog über die viktorianische Malerei „von Turner bis Whistler”. von Trier, damals gerade im Schnitt von IDIOTERNE, bedankte sich artig und meinte lachend, dass er sich davon - gemeint war der Symbolismus, das Dekorative - doch gerade zu emanzipieren suche. Wir seien uns sicher, er würde früher oder später zurückkehren, entgegneten wir. Diese kleine Anekdote viel mir ein, als ich mir eben den Trailer für MELANCHOLIA angesehen habe (s.u.). Natürlich ist der Kampf der zwei (oder drei) Seelen in von Triers Brust in all seinen Filmen anwesend, aber nach dem gothic joke ANTICHRIST scheint die (Rück-) Besinnung auf das Viktorianische doch unbestreitbar...







Annäherungen an ein Bild: „Ophelia” von John Millais (1851-52), Nicole Kidman in DOGVILLE, Charlotte Gainsbourg in ANTICHRIST, Kirsten Dunst in MELANCHOLIA.




(Eingestellt von Christoph)

Kommentare:

  1. Filmen kann Lars Trier, Hut ab. Schon spannend zu sehen, was dem "düsteren Dänen" neuerdings gedämmert hat.

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  2. Dogma 95 und ein paar Millionen später...

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