Dienstag, 6. Dezember 2011

KINOSTART: 'UNTEN MITTE KINN'

Hinweis auf Aktivitäten der Mitglieder: Nicolas Wackerbarth


Peripher Filmverleih zeigt

8.12 - 14.12.2011         15.12 - 21.12.2011
tägl. 18.15                   tägl. 22.15

IM KINO FSK

fsk - Kino am Oranienplatz-Segitzdamm 2 - 10969 Berlin
Tel: 6142464 - Verbindungen: U-Bf: U1 Kottbusser Tor, U8 Moritzplatz

 


Eine Schramm Film Koerner & Weber Produktion 
im Auftrag des ZDF Das kleine Fernsehspiel 

Freue mich sehr, dass mein Film nun auch im Kino startet!
Grüße Nicolas




Pressestimmen: 

"Das Ambiente, in dem sich die Studenten und Professoren bewegen - Informationsbretter, belagerte Kopierer im engen Flur, Proberäume mit Turnhallenatmosphäre, ein Heizungskeller als Fluchtraum - erscheint gleichwohl ohne Abstriche realistisch und verengt sich zu einem labyrinthartigen Gefängnis, das nur noch für staatlich besoldete Gutachter durchlässig ist. Gleich mehrmals werden, fast demonstrativ, Vorhänge zugezogen, die laut Corinna Trampe `kunstfeindliche Natur` bleibt ausgesperrt. Ein klaustrophobischer Ort, der die Kanäle nach außen streng reguliert und der die, die ihm ausgeliefert sind, dem unbarmherzigen Blickregime der Erkenntnis eher verhindernden als befördernden totalen wechselseitigen Beobachtung aussetzt. Ein Blickregime, in das über die ebenso unbarmherzig beobachtende Kamera auch der Kinozuschauer eingespannt wird."  
(PERLENTAUCHER - Lukas Foerster) 

Was "Unten Mitte Kinn" über die spezifische Schauspielschulen-Situation hinausweisen lässt, ist der Umstand, dass Wackerbarth furchtlos einem zentralen Widerspruch des Kulturbetriebs ins Auge schaut: Man tut so, als drehe sich alles um so noble Dinge wie die Kunst, um das Hervorbringen neuer Ausdrucksformen, um neue Erkenntnisformen und ästhetische Genüsse. In Wirklichkeit regieren Eitelkeit und Geltungsdrang, und das Machtstreben kann sich umso besser durchsetzen, je mehr man sich als Künstler von den Konventionen des zivilisierten Miteinanders befreit wähnt." 
(TAZ - Cristina Nord)

„Was wie ein interessantes Behind the scenes einer Schauspielakademie beginnt, entwickelt einen überraschenden, fiktionalen Sog und geht dabei seltsam an die Nieren – vor allem durch die enorme Authentizität. Nichts ist unglaubwürdig, selbst der `Theatersprech´ gleitet nie in Klischees ab, die Figuren wirken (und sind wohl) beängstigend lebensecht und menschlich. Der Film landet beim Zuschauer volle Treffer: Man spürt die Handlung, fast wie bei einem echten Boxkampf.” 
(SZ - Hanno Raichle)

„Die Jungschauspieler, welche die Schauspielschüler spielen, haben alle Szenen ohne umfassende Kenntnis der Geschichte improvisiert. Ihre Improvisationstechnik führt einem die ausgefeilte, pointierte Kunstsprache, wie sie sonst in Drehbüchern gestaltet wird, so richtig vor Augen. Sie fehlt hier völlig und sie fehlt einem überhaupt nicht.” 
(TAZ - Jens Müller)

„Den Höhepunkt erreicht dieses Spiel mit der ständigen Option zur Brechung im ebenso klugen wie befreienden Finale: dem Intendantenvorsprechen, bei dem auch eine Experten-Kommission zugegen ist, um über die Zukunft der Abteilung zu entscheiden. `Angst ist die Triebfeder des Krieges´, heißt es – und der Homo Ludens obsiegt über das Kunstbeamtentum.” 
(T. TV - R. Tittelbach)

Wackerbarth ist mit diesem in viele Richtung offenen Konzept eine wunderbar neurotische Komödie über die Produktionsmechanismen des Egos gelungen, die weit über das Schauspielschulen-Milieu hinaus zur pointierten Studie über Gruppen und ihr Verhältnis zur Macht gerät. Durch Angst werden Verbindungen aufgekündigt und neue Allianzen eingegangen, Strategien und Intrigen ausgeheckt und Gerüchte gestreut, dabei scheint der Egoismus des Einzelnen kaum weniger fragwürdig als der naive Glaube an den Erfolg der kollektiven Rebellion.” 
(FILMDIENST - Esther Buss )

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen