Freitag, 30. September 2011

MORGEN: ASSAYAS IM ARSENAL


Kurzer Hinweis:

Morgen beginnt im Berliner Arsenal eine Retrospektive des vielleicht vielseitigsten Regisseurs seiner Generation: Olivier Assayas, zuletzt mit CARLOS in den deutschen Kinos. Am 3. und 4. Oktober 2011 ist er zudem persönlich anwesend, und das, obwohl er gerade in London APRÈS MAI dreht (laut imdb ein Film über einen 18-Jährigen, der auf die sozialen Veränderungen der 60er Jahre reagiert). Ich kenne ihn als klugen Gesprächspartner über das Kino, kann die Gespräche (die Birgit Kohler moderieren wird) also unbedingt empfehlen.

Und gerade lese ich:
„Im Roten Foyer findet begleitend zur Retrospektive eine (...) Ausstellung statt: In Form einer audio-visuellen Collage wird Material aus dem Kontext des Œuvres von Assayas zur Verfügung gestellt: zum Hören, Anschauen und Lesen.”


P.S.:
Sehr selten zu sehen: L'EAU FROIDE von 1994, für Kuratorin Birgit Kohler einer der Höhepunkte des Programms (4.10.2011).

(Eingestellt von Christoph)



Donnerstag, 29. September 2011

BLAU AUF WEISS


Erster und vermutlich letzter Teil der Reihe „blau auf weiß“ (aus Layout Gründen hier nur als "schmutzig-orange auf weiß" lesbar)

Teil 1: „Und ich rede mit mir selbst“


1
Sei neugierig in jedem Moment.
Arbeite deshalb mit Menschen, die du attraktiv findest.

2
Such dir ein Motiv, das mit dir selbst zu tun hat.

3
und das dir die Kraft gibt, auf Sicherheit über eine lange Strecke zu verzichten.

Verfilme keinen Plan. Versuche nicht, dich überall abzusichern.

Recherche ist nur gut, wenn sie neugierig macht, nicht wenn sie zur Absicherung dient. Das gleiche gilt für die Konsequenz.

Halte so viel Inkonsequenz aus, wie möglich ist, ohne den Film als ganzen in seiner Integrität zu gefährden. 

4
Lass alles weg, was abrundet und was dich selbst, wenn du ehrlich bist, langweilen würde. 

5
Lass dich von deinem Instinkt und von deinem Herzen leiten. Hab keine Angst vor Naivität. Hab keine Angst davor, dumm dazustehen. Hab keine Angst davor, den Leuten, mit denen du arbeitest, deine Liebe zu erklären.

6
Aber versuche nie - wie in der Liebe - es irgendjemandem recht zu machen.

7
Arbeite aus dem Überfluss. Mit dem, von dem zu zu viel hast. Mit dem, was leicht fällt, weil die Freiheit schwer genug zu erzählen ist. 

8
Spend it all! Geh aufs ganze und noch ein bisschen weiter! 

9
Alles was für das Leben gilt, gilt auch für den Film.


Franz

Mittwoch, 28. September 2011

IM KINO: PUTTY HILL

Matt Porterfields PUTTY HILL, einer der eindrücklichsten US-Independent Filme der vergangenen Jahre und für mich die schönste Entdeckung der letztjährigen Berlinale, ist ab morgen im Kino zu sehen. Wir empfehlen einen Kinobesuch.





Über die Produktion des Films schrieb Matt Porterfield in Revolver Heft 23 einen kurzen Text. Ende des Jahres erscheint in unserer DVD-Edition PUTTY HILL zusammen mit Porterfields erstem Spielfilm HAMILTON.


(Verleih: Arsenal DistributionBerlin: FSK Kino)


(Eingestellt von Hannes)

Montag, 26. September 2011

GEBÜHRENWUCHERPHANTOM

„Es ist schwer, [in der aktuellen Gebührenanmeldung von ARD und ZDF] einen Skandal zu sehen. Natürlich kann man der Meinung sein, dass die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland ohnehin schon über viel zu viel Geld verfügen und in Zukunft deutlich schrumpfen sollten. Aber man muss schon ideologisch verblendet sein und irreführend rechnen, um aus einem Wachstum unterhalb der Inflationsrate einen Beleg für Maßlosigkeit und Gier der öffentlich-rechtlichen Anstalten zu machen.”


Aus einem lesenswerten Kommentar des Medienjournalisten Stefan Niggemeier, von dem auch diese schlagende Grafik stammt:




(via)


(Eingestellt von Christoph)

'FILM SOCIALISME' IN DER BROTFABRIK



Das Kino in der Brotfabrik zeigt in Erstaufführung ab 29.09.2011 Jean-Luc Godards FILM SOCIALISME (F 2010), „als einziges deutsches Kino in 35 mm mit deutschen Untertiteln” (Claus Löser).


(Eingestellt von Christoph)

LUCK



Seit heute online: Ein erster Teaser für die HBO-Serie LUCK, von Michael Mann. 


(via)


(Eingestellt von Christoph)

PORTRAITS DEUTSCHER ALKOHOLIKER

Außerhäusliche Filmempfehlung:




Am Dienstag, den 27. September um 21h, wird Carolin Schmitz' Dokumentarfilmdebut auf der Filmbühne der Berliner Volksbühne zu sehen sein. 


Mehr zum Film hier.


(Eingestellt von Franz)